Freitag, 26. März 2010

Anna grüßt aus Kamerun

Salut encore une fois;
heute hatte ich gottseidqnk , ein bisschen mehr zeit...AAAAAAlso nochmal ganz von vorne....Überlebenshandbuch für Kamerun, oder was ich bis jetzt alles gelernt hab

Lektion 1:
Flug
Versuch wenn möglichst nicht „Economy“ zu fliegen, denn Holzklasse is hierfür echt noch ein Euphemismus 14 Stunden neben langweiligen Leuten, mit schlechtem Essen und schreienden Babys sind echt harrrrt

Lektion 2:
Lass dich von wirklich starken Jungs vom Flughafen abholen, besonders wenns schon dunkel ist, ich hatte nämlich gleich nen ganzen Haufen an der Backe der mir ir-gendwas andrehen wollte

Lektion 3:
Schokolade
Die Schokolade kann man zu Hause lassen, hier is es so heiß, dass nichtmal ich Lust auf Schokolade hab, und das muss echt was heißen! Außerdem schmilzt sie einem unter den Händen weg und/oder sie wird gleich vollständig von der Flughafenab-holcrew weggemampft

Lektion 4:
Augen zu und durch!
Gerade wohne ich in einem Studentenwohnheim bei Edwige, winzigen Mäuschen und komischen Krabbeltieren - wir schlafen zu zweit in einem winzigen Bett und es gibt kein Bad oder fließend Wasser…Also Duschen is zum Beispiel wirklich schwer, be-sonders weil das Wasser soooo kalt is: von daher DANKE Sabrina für das Trocken-shampoo! :D
Glücklicherweise wohne ich nur eine Woche so, während meiner Integrations-Tage. Morgen, also Samstag ziehe ich zu meinem Boss. Arbeiten musste ich noch nicht, aber ab Montag geht’s los. Bis jetzt hatte ich jeden Tag einen oder mehrere Guides die mich quer durch die „Stadt“ geschleppt haben und mir alles mögliche gezeigt haben. Die meisten Leute, vorallem die jungen sind bilingual, das heißt sie sprechen meistens Französisch UND Englisch  wobei beides trotzdem echt schwer zu verste-hen is, weil die Wörter echt komisch aussprechen.

Lektion 5:
Taxi-Fahren
Ok, Yaoundé ist soooo riesig, aber trotzdem gibt es keine Straßennamen oder öffent-liche Verkehrsmittel, dafür aber tausende von Taxis oder Moto-Taxis.
Um ein Taxi zu bekommen tut man Folgendes: man stellt sich an den Straßenrand und brüllt die vorbeifahrenden Taxis an…zuerst schreit man den Ort wo man hin-will(z.B. marché central, ministère de la post,…)da es ja keine Straßennamen gibt…danach kommt die Anzahl der Plätze die man haben will und dann der Preis den man bezahlen möchte. Wenn der Taxifahrer damit einverstanden ist haut er auf die Hupe und man steigt ein. Nun ist es aber nicht so, dass man das Taxi dann für sich allein hat, man quetscht sich mit rein und der Fahrer, hält immer wieder am Straßen-rand und gabelt noch mehr Leute auf die in die gleiche Richtung wollen.
Das Quetschen is eigentlich auch ganz gut, da es weder Airbags noch Anschnallgur-te gibt, und die Straße eher einer Piste mit bombenkratergoßen Schlaglöchern gleicht. Der Taxifahrer fährt also im Zickzack quer über die Straße um den Löchern auszuweichen und um sein “Auto“ zu schonen…hierbei nimmt er natürlich keine Rücksicht auf Fußgänger oder andere entgegenkommende Autos! Also ich musste mir echt schon einige Male das Schreien unterdrücken…

Lektion 6:
Eat whatever you can get!
Und das meine ich wirklich so Bis jetzt hab ich noch nix Ekliges gegessen, obwohl die Sachen meistens nicht so appetitlich aussehen. Zum beispiel hab ich schon was gegessen des Hucklebarry?/FouFou heißt…das is gelber Maniokschleim, mit spinatar-tigem Gemüse und Hühnchen, auch gut ist Poisson braisé, hiebei handelt es sich um gebratenen Fisch mit Maniok und Piment(superscharfes Gewürzzeug)…die Kameru-ner essen hier den ganzen Fisch, also mit Haut, Gräten, Augen, Kopf und dem gan-zen ekligen Zeug…also so dass der Teller danach leer ist…aber nachdem ich zu ei-nem Auge überredet wurde unds mich echt gehoben hat, hab ich dankend auf den Rest Gräten und so verzichtet. Hier gibt’s auch richtig viele Boulangerien mit lecke-rem Pain au chocolat und croissants en masse

Lektion 7:
Bier
Die Kameruner sind sehr, sehr stolz auf ihr Bier, bis jetzt hab ich auch jeden Tag min-destens eins getrunken…also mehr als normalerweise in D ! Angeblich gibt es hier auch „echt deutch Bier“ namens „Isenbeck“ oder „Amstel“ (ich hab allerdings noch NIE was davon gehört) kennt das jemand von euch? Ansonsten lieben sie hier Gui-ness und Castell(wie deutsches Weizen) Bier is auch echt praktisch, weil es immer gut gekühlt ist, also fangen manche hier schon zum Frühstück mit einem/oder zwei/oder drei/… Bier an…

Lektion 8:
Moskitos
Momentan schau ich aus, als ob ich Windpocken hätte…wer weis, vlt. Hab ich sie ja auch, aber ich denk das sind Mückenstiche…ich hoffe mein Malariamittel hält was es verspricht….inzwischen hab ich eine Mückenabwehrcreme, die ganz gut funktio-niert.

Lektion 9:
Handys/Telefonieren
Hier haben die meisten Leute zwei Handys, weil es zwei große Telefongesellschaften gibt, die irgendwie immer Verbindungsprobleme haben…orange et mtn…man kauft sich seine sim-karte auf der Straße an irgendnem Stand und hat dann ab sofort ne Nummer…auf meiner Sim, waren z.B noch ca. 1000 andere Nummern vom Vorbesit-zer gespeichert…Es gibt auch keine Telefonboxen, bzw. Telefonhäuschen, sondern Stände am Straßenrand mit Leuten denen man Geld dafür gibt, damit man ihr Han-dy benutzen darf…..


So das wars für heute, leider hab ich immer noch kein Internet und mein Fotoapparat is auch verschwunden…wsl. Muss ich mir hier nen neuen kaufen…achso was ich ver-gessen hab, die Leute hier sind echt nett, alle kümmern sich gut um mich und gottseidank gibt es noch eine Praktikantin aus Norwegen und eine aus Holland, so dass ich nicht ganz alleine bin  Ich hoffe euch geht’s allen gut, ihr fehlt mir schon sehr et quelque fois j’ai beaucoup de mal au pays et de la nostalgie…à bientôt, Anna

2 Kommentare:

  1. Das hört sich ja alles aufregend an! Noch eine schöne Zeit in Kamerun

    liebe Grüße
    Michael

    PS: Amstel ist aus Holland, Isenbeck tatsächlich aus Deutschland :-)

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  2. So abfällig wie du teilweise über das Land schreibst (du bist dir schon im Klaren, dass du nicht nach Schweden gegangen bist?) hättest du vielleicht doch einfach Zuhause im schönen Nürnberg bleiben sollen. Du hättest wissen müssen auf was du dich einlässt und welchen Komfort du nicht wohl nicht bekommst.

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